Fünfte und sechste Etappe: Die Rückreise von Sundsvall bis Neustadt in Holstein

Für den Besuch der Höga Kusten standen uns netto fünf Monate zur Verfügung, Mai bis September, gerundet 150 Tage. Entsprechend der Faustregel “Ein Drittel für den Hinweg, zwei Drittel für den Rückweg“ entfielen 50 Tage auf den Hinweg und 100 Tage auf den Rückweg. Norrbyskär, unseren nördlichsten Punkt, hatten wir am 10. Juni erreicht und damit ein paar Tage früher als nach der Faustregel empfohlen.

Für die Anreise bis Sundsvall hatten wir knapp 850nm benötigt, Etappen 1 bis 3. Für die Rückreise von Sundsvall bis Neustadt hatten wir nun drei Monate, Juli bis September, gut 90 Tage, Zeit. Rein rechnerisch durchschnittlich etwa 10nm pro Tag.

Der 28. Juni führte uns dahin, was wir am 26. Juni des Wetters wegen ausgelassen hatten: Spikarö (9nm). sxk-Bojenplatz in schmaler, stark besiedelter Bucht. Kleiner Gästesteg für max. acht Boote mit Heckanker. Am 29. Juni segelten wir nach Galtström (17nm). Hohe gebührenfreie Pier (Foto rechts), Wohnmobilstellplatz, öffentliches WC. Wegen Starkwinds aus NW, Böen bis 32kn, blieben wir zwei Nächte.

Weiter ging es am 1. Juli nach Mellanfjärden (17nm), das wir vom Hinweg schon kannten. Regen und Starkwind hielten uns an der dortigen sxk- Boje und im benachbarten Hafen insgesamt drei Nächte lang fest. Erst am 4. Juli zeigte sich wieder die Sonne am blauen Himmel, und wir segelten überwiegend mit böigem NW (bis 22kn) in die Fläskvik auf Innerstön (30nm). Knapp 2nm vor dem Ziel schlug der Wind wie vom SMHI prognostiziert auf SE um. Die Fläskvik ist eine große weite Bucht mit zwei sxk-Bojen und einem kleinen Gästesteg (Heckanker). Obgleich nach Midsommar nun Hochsaison war, blieben wir zur Nacht einziges Boot.

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Vierte Etappe: Das Zielgebiet. Von Sundsvall bis Sundsvall

Als Höga Kusten wird allgemein der Küstenabschnitt von Härnösand bis Örnsköldsvik bezeichnet. Luftlinie etwa 45nm. Wir haben unser Zielgebiet etwas großzügiger gefasst; die Höga Kusten sind Teil, der überwiegende Teil, unseres Zielgebietes. Das war keine Entscheidung in Gütersloh am Grünen Tisch, sondern ad hoc, als wir hier oben ankamen. Der “Seekartenverkäufer“ in Sundsvall hatte zum Beispiel empfohlen, Norrbyskär zu besuchen.

Am 5. Juni ging’s los. 26nm von Sundsvall nach Holmviken (Foto links), eine Ankerbucht am Südzipfel von Härnön. Südliche Winde bis 17kn, Dünung von achtern 1m. Schönwetter und mit 15°C recht mild. Die Ankerbucht ist perfekt gegen S geschützt, allerdings waren die Wassertiefen mit 10m deutlich über den in der Navionics-App angegebenen 6m. Mit etwas Mühe fanden wir doch noch eine passende Stelle, ließen den Anker auf 6,5m fallen und kamen auf 12m zu liegen. Tief reinfahren kann man nicht, zu wenig Schwoiraum, und ein Unterwasserkabel quert die Bucht. Sie ist nicht besonders schön.

Am E-Ufer Müll, defektes Kühlgerät, überschüssige Baumaterialien, Bojen, Autoreifen. Das war uns alles nicht so wichtig, sondern der Schutz gegen die Dünung aus S. Sieben Kabellängen weiter nördlich gibt’s gleich guten Schutz gegen N.

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